Peter Pan
Ein Orchesterhörspiel nach James Matthew Barrie mit Musik von Henrik Albrecht
gespielt von der NDR Radiophilharmonie unter der Leitung von Andreas Hempel
Produktion: NDR
Text und Regie: Judith Lorentz
Gesamtlänge: 56 Minuten
1 CD: 14,90 €
ISBN 978-3-934887-88-6
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Auszeichnungen / Nominierungen
Auditorix Hörbuchsiegel 2009, Gütesiegel "Gute Musik für Kinder"
Inhalt
Mitten in der Nacht taucht seltsamer Besuch bei Wendy auf: Peter Pan, der Junge, der nicht erwachsen werden will und fliegen kann. Er nimmt sie mit auf die Reise ins Nimmerland – das Land der Kinderspiele und der Fantasie.
Hier wird Wendy von dem berüchtigten Piraten-Kapitän Hook entführt und gerät in große Gefahr. Kann Peter Pan den Piraten besiegen?
„Fliegt mit nach Nimmerland! Wenn im Orchester die große Windmaschine gedreht wird, dann rauscht die Luft rings umher und ihr seht die Insel mit ihren Bewohnern vor euch auftauchen. Wenn die Pauken dumpf erklingen, sind die Indianer wieder auf dem Kriegspfad. Finstere Akkorde umhüllen Käpt´n Hook und sein Piratenschiff. Die Harfe schimmert im Orchester auf, wenn die Meernixen durchs Wasser gleiten. Und vielleicht wollt ihr ja die Feensprache erlernen. Dann hört gut auf die Celesta und ihren märchenhaften Klang!“ (Henrik Albrecht)
Sprecher
Jens WawrczeckLaura Maire
Jürg Löw
Hörproben
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Rezensionen
Welches Kind wünscht sich das nicht gelegentlich – Abenteuer zu erleben, frei zu sein und selbstbestimmt, ohne das „Sei vorsichtig – Zieh dich warm genug an – Benimm dich – Räum deine Sachen weg – Hast du schon deine Hausaufgaben gemacht? ...“ der fürsorglich drängenden Mutter. Der Autor James Matthew Barrie hat mit seinem Kinderbuch-Klassiker „Peter Pan“ diesen Jungen erdacht, der nicht erwachsen werden, sondern ewig im Paradies unbeaufsichtigten Kindseins verharren will.
In der schon Mehrfach beim Medienpreis LEOPOLD prämierten Hörbuchreihe „ ... mit Pauken und Trompeten“ gibt es auch diese fantasievolle Geschichte nun als Orchesterhörspiel mit Musik von Henrik Albrecht. Erneut gelingt es dem Komponisten, den Erzähltext nicht nur lebendig und passgenau musikalisch zu illustrieren, sondern die Musik wahrhaft zum dazugehörigen Mitakteur der spannenden Geschichte werden zu lassen.
Peters Abenteuergeist und gelegentliche rücksichtslose Selbstüberschätzung, Wendys Fürsorge und Freundlichkeit und der wechselhaft bedrohliche Charakter des Käpt’n Hook werden in den hervorragenden Sprechern ebenso lebendig wie im Dialog mit der ausdrucksstarken Musik.
Der Fee Tinkerball ist dabei sogar mit Celesta, Crotales-Glöckchen und Triangel eine eigene Sprache gegeben.
56 Minuten Hörzeit vergehen buchstäblich in der Zeit eines mit Feenstaub vergoldeten Wimpernschlages.
LEOPOLD Jurybegründung
Völlig anders geartet ist das zweite Hörspiel, das ich Ihnen hier ans Herz legen möchte. Bei Headroom ist im letzten Februar ein Klassiker in völlig neuer Gestalt erschienen: Peter Pan als Orchesterhörspiel. Auch dieses Hörspiel hat bereits Lorbeeren geerntet, es wurde z.B. CD des Monats November des Instituts für angewandte Medienforschung (IfaK). Und obwohl es schwer ist zu glauben, dass den unzähligen Umsetzungen dieses Stoffes noch etwas Neues hinzugefügt werden kann, ist genau das dem NDR gelungen.
Nicht nur seine Musik, die eigens für diese Fassung komponiert und mit großem Orchester eingespielt wurde, ist an diesem Hörspiel das Besondere! Freilich transportiert sie wunderbar die Stimmungen der Charaktere und steigert immer wieder dramatisch die Spannung. Ähnlich dem großartigen Peter und der Wolf übernimmt die Musik mitunter das Erzählen und zeichnet ganze Bilder zur Geschichte – die Rolle der Tinkerbell beispielsweise wird vollständig von Musik „gesprochen“. Aber auch in jeder anderen Hinsicht ist die Inszenierung dieser zeitlosen Geschichte über die Zeit, genauer gesagt das vergehen der Zeit und das Erwachsenwerden ein Genuss. Hook, Wendy uns Peter Pan kommen abwechselnd zu Wort und erzählen, miteinander um die Gunst des Publikums wetteifernd, ihre gemeinsame Geschichte. Das witzig, mitunter bissig und auf jeden Fall unterhaltsam. Wir wünschen vergnügliches und genussreiches Hören!
Eselsohr
„Das Hörspiel bietet für Kinder wichtige Themen wie Freundschaft (zwischen Peter und Wendy), Eifersucht (von Tinkerbell auf Wendy), Magie und Abenteuer. Es ermöglicht ihnen eine Auseinandersetzung mit eigenen Ängsten (Trennung von Eltern bzw. der Mutter) und kommt auch ihrem Wunsch entgegen, eigenständig zu sein und einen eigenen Weg im Leben zu gehen. Bei der Inszenierung handelt es sich um einen sehr originell aufgearbeiteten Hörtext, der vielen Kinder bekannt ist und der sie nach wie vor faszinieren kann, vor allem weil er „eine alte Geschichte“ auf bezaubernde Weise neu erzählt.“
Jurybegründung, Auditorix Hörbuchsiegel
(…) Klassische Musik kann richtig Spaß machen. Diese CD ist der Beweis!
Familie&Co
(…) voller Magie, Musik und Witz!
Kinderkram
(...) Ein gelungener Versuch, Kindern klassische Musik nehezubringen. (...)
Kirchenbote Plus Eltern & Schule
Wie heißt das älteste Kind der Welt? Ist es vielleicht Pippi Langstrumpf, die ja schon früh den Erwachsenen androhte, niemals groß werden zu wollen? Nein, noch länger verfolgt das Konzept der ewigen Jugend ein Junge namens Peter Pan. Seit über 100 Jahren vermeidet er erfolgreich das Erwachsenwerden und kann nebenbei auch noch fliegen. 1902 tauchte er zum Ersten Mal in einem Kinderbuch des schottischen Autors Matthew Barnie auf. Seitdem flog Peter Pan über Kinoleinwände, Theater- und Musicalbühnen und durch Comicstrips. Sein neuester Geniestreich: Ein Orchesterhörspiel. Was ist ein Orchesterhörspiel? Man kann sich das so ähnlich vorstellen wie „Peter und der Wolf“. Nur dass bei Peter Pan das Orchester keine Wölfe, Enten und Großväter zum Klingen bringt, sondern Krokodile, Feen und Piraten. Niels Kaiser klingeln noch jetzt die Ohren – vor Begeisterung.
((O-Ton))
Er ist immer noch nicht erwachsen geworden, Peter Pan, der auf der Insel Nimmerland ein ewiges adoleszentes Junggesellendasein führt. So lange bis das Mädchen Wendy in sein Leben tritt und ihn – fast – eines Besseren belehrt.
((O-Ton))
Die Hörspielregisseurin Judith Lorenz und der Komponist Henrik Albrecht haben der Geschichte von Peter Pan neues Leben eingehaucht voller Magie, Musik und Witz.
((O-Ton))
Die Romanvorlage ist meisterhaft auf das Wesentliche zusammengestrichen und kommt dabei mit sogar nur drei Sprechern aus. Peter Pan, das ist Jens Wawrczeck, dessen Stimme Kinder aus der Hörspielreihe „Die drei ???“ kennen können.
((O-Ton))
Die Schauspielerin Laura Maire ist bekannt aus verschiedenen Vorabendfernsehserien. Sie spielt das Mädchen Wendy.
((O-Ton))
Peters großen Widersacher Käpt’n Hook spricht Jürg Löw. Er gibt einen sehr eleganten Piratenkapitän ab.
((O-Ton))
Einen Erzähler braucht die Geschichte nicht. Diesen Part teilen die drei Figuren unter sich auf. Wobei es auch schon einmal den einen oder anderen gehässigen Kommentar geben kann.
((O-Ton))
Die Kinderhörspiele von Judith Lorenz und Henrik Albrecht sind anders als andere. Zweimal erhielten sie bereits den Deutschen Hörbuchpreis. Das Besondere an ihnen ist die melodramatische Art und Weise, mit der hier die Musik eingesetzt wird. Das Orchester ist im Grunde genommen der vierte Erzähler. Es zeigt dem Hörer das, was er nicht sehen kann. Wenn Peter sich etwa in die Lüfte erhebt, dann muss er nicht extra noch sagen, was er da gerade tut, man hört es ja in der Musik.
((O-Ton))
Die Musik schafft Atmosphäre und verleiht den Figuren Charakter. Das Piratenschiff taucht auf, und man versteht man sofort, dass die Seeräuber ziemlich finstere Kerle sein müssen.
((O-Ton))
Henrik Albrecht spielt virtuos mit den Ausdrucksmöglichkeiten des Orchesters. Er macht dabei viele Anleihen bei der Filmmusik, ohne aber in deren Klischees zu verfallen. In ihren besten Momenten übernimmt die Musik sogar die Handlung. Die Fee Tinkerbell, die vierte Figur in der Geschichte, spricht nämlich alleine durch die Töne der Celesta.
((O-Ton))
Was eine Celesta ist, das wird nebenbei auch noch erklärt. Das macht der Komponist kurzerhand persönlich.
((O-Ton))
Im CD-Booklet können Kinder dann noch mehr über dieses märchenhafte Instrument erfahren. Produziert wurde Peter Pan vom NDR in Hannover mit der NDR Radiophilharmonie unter Andreas Hempel. Abgesehen von der originell erzählten Geschichte und den bildgewaltigen Klängen ist das Faszinierende an dieser Produktion das passgenaue Ineinandergehen von Sprache und Musik. Das ist in jedem Moment genauestens ausgetimt und erfordert ein perfektes Zusammenspiel von Musikern und Sprechern. Umso beachtlicher ist es, dass sie ihr Orchesterhörspiel „Peter Pan“ auch in einer Livefassung als Kinderkonzert aufführen.
((O-Ton))
Ach, und eines sollte dem Peter Pan vielleicht auch noch einmal jemand sagen, dass Erwachsensein nämlich gar nicht so schlimm sein muss. Die Orchesterhörspiele von Judith Lorenz und Henrik Albrecht jedenfalls können auch Erwachsene noch „echt klasse“ finden.
hr2-kultur Mikado Spezial"
(...) Vielen Zuhörern wird der Trickfilm von Walt Disney im Gedächtnis sein. Durch die Qualität der Sprecher, der Bearbeitung und, last but not least, der Kompositionen, entstand mit dieser Hörproduktion ein vergleichbares Meisterwerk.
Christ + Bildung
... headroom hat diese bekannte Kindergeschichte in der Reihe "mit Pauken und Trompeten" untergebracht und dabei handelt es sich um ein Orchesterhörspiel. Wenige Sprecher und das Hauptohrenmerk liegt in dem Fall auf der orchestralen Seite dieser Umsetzung. Judith Lorentz hat hier jedenfalls ganze Arbeit geleistet, denn auch wenn hier nur drei Sprecher am Werk sind, das Hörspiel funktioniert trotzdem, keine Verständnisprobleme, dafür aber witzige Momente und durchweg eine gute Zeit für die Hörerschaft …
Wie gesagt, nur drei Sprecher sind hier am Start, also müssen diese mehr leisten, um überzeugen zu können. Das gelingt Laura Maire, Jens Wawrczeck und Jürg Löw scheinbar mühelos, Spiel- und Sprachwitz sind vorhanden und das Trio kommt hochmotiviert rüber…
Wie kann es bei einem Orchesterhörspiel auch anders sein, Musik ist ein extrem wichtiger und essentieller Bestandteil. Mit Henrik Albrecht hat man einen mehr als nur kompetenten Mann gefunden, der dieser Produktion den perfekten akustischen Anstrich verpasst hat. Die Klänge sind so passend und stimmungsvoll, dass sie teilweise sogar Sprecherinnen und Sprecher ersetzen kann und dadurch kommt diese Produktion halt auch mit so wenigen aus. Ein Experiment, das wunderbar aufgeht, einfach unglaublich.
Klassische Musik macht Spaß, so steht es jedenfalls im Klappentext und diese Produktion untermauert dies auf eindrucksvolle Art und Weise. Eine absolut empfehlenswerte Angelegenheit, die vor allem dazu genutzt werden sollte, um die junge Hörerschaft an derartige Klänge heranzuführen und dazu wird auch noch eine lustige und unterhaltsame Geschichte geboten. Empfehlenswert!
Hoerspielhoelle.de