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Der Krieg der Knöpfe

Ein Orchesterhörspiel nach Louis Pergaud mit Musik von Henrik Albrecht gespielt vom SWR Rundfunkorchester Kaiserslautern unter der Leitung von Andreas Hempel
Produktion: SWR
Text und Regie: Judith Lorentz
Gesamtlänge: 55 Minuten

1 CD: 14,90 €
ISBN 978-3-934887-67-1
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Auszeichnungen / Nominierungen

Gütesiegel "Gute Musik für Kinder", Deutscher Hörbuchpreis 2009 "Bestes Kinderhörbuch", Bronze World Medal, 2008 International Radio Broadcasting Awards New York, hr2 Bestenliste Januar 2008, CD des Monats Dezember 2008 (IfaK und Stiftung Zuhören)

Inhalt

Was geht da vor? Bewaffnet mit Gummischleudern und Kieselsteinen liefern sich die Kinder von Longeverne und Velran erbitterte Kämpfe. Den Besiegten werden sämtliche Knöpfe von seinen Kleidern geschnitten. Da rutscht dann nicht nur das Herz in die Hose, sondern gleich die Hose selbst. Auch die Idee, nackt in den Kampf zu ziehen, ist nicht der Weisheit letzter Schluss!

Die fesselnde Lausbubengeschichte, preisgekrönt und erfolgreich verfilmt, hier als Orchesterhörspiel.

„Bei dieser Komposition war es für mich besonders reizvoll, das Orchester auch in zwei Parteien aufzuteilen. Der Krieg der Knöpfe findet hier auch seine Entsprechung im Orchestergraben. Wenn die Hörner gegen die Trompeten rebellieren muss der Dirigent mitunter hart durchgreifen.“ (Henrik Albrecht)

Sprecher

Laura Maire
Stefan Kaminski
Jens Wawrczeck

Hörproben

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Rezensionen

Seit Generationen befehden sich die Einwohner der beiden französischen Dörfer Longeverne und Velrans. Und so wie sie es von ihren Eltern gelernt haben, lassen auch die Jungs keine Gelegenheit aus, sich in Schimpfwörtertiraden gegenseitig auf das Übelste zu beleidigen oder in einer Prügelei Kräfte zu messen.
Die Situation spitzt sich zu, als Lebrac – Anführer der Longeverner Bande – zu neuen Methoden der „Kriegsführung“ greift und damit eine Eskalation der Gewalt heraufbeschwört. Nur Marie, dem einzigen Mädchen in Lebracs Gang, ist es zu verdanken, dass es nicht zur Katastrophe kommt.
Die Vorlage zu dieser Geschichte, Louis Pergauds gleichnamiger Roman, ist ein Kinderbuchklassiker und damit genau die richtige Herausforderung für den Komponisten Henrik Albrecht. Vier bekannte Erzählungen der Weltliteratur hat er bereits in der Reihe „… mit Pauken und Trompeten“ als Orchesterhörspiele vertont und ihnen damit eine neue Dimension des Wahrgenommenwerdens eröffnet. Sein „Gespenst von Canterville“ erhielt u.a. den Medienpreis LEOPOLD 2007/2008 und den Deutschen Hörbuchpreis 2007, und auch „Der Krieg der Knöpfe“ wurde inzwischen schon mehrfach ausgezeichnet.
„Bei dieser Komposition war es für mich besonders reizvoll, das Orchester auch in zwei Parteien aufzuteilen. Der Krieg der Knöpfe findet hier auch seine Entsprechung im Orchestergraben“, beschreibt der Komponist selbst seine Arbeitsweise. Und wirklich erfährt die ohnehin schon fesselnde Lausbubengeschichte in der Wechselwirkung mit der Musik eines ganzen Sinfonieorchesters noch eine dramatische Steigerung. Besonders reizvoll in Szene gesetzt ist im Übrigen die Figur des Mädchens Marie, das einerseits aus der Rückschau unaufgeregt und überparteilich die Geschehnisse des Bandenkrieges erzählt, zwischenzeitlich aber auch als handelnde Person in den Ablauf der Geschichte „eintaucht“ und dann sogar wieder auf einer dritten Ebene mit den Musikern des Orchesters kommuniziert, um Einfluss auf die musikalische Entwicklung des Ganzen zu nehmen. Ein kurzweiliges Hörvergnügen.
LEOPOLD 2009/2010, "Empfohlen vom Verband deutscher Musikschulen"

Krieg zweier Welten
Geschichten für Kinder regen ihre Fantasie an und machen Lust auf mehr. Klassische Musik hingegen gilt besonders bei der jüngeren Generation als antiquiert und nur für alte Menschen geeignet. Doch es zeigt sich, dass eine Kombination aus diesen beiden Elementen etwas Wunderbares hervorzubringen vermag. Der Hörbuchverlag headroom beweist dies mit seiner Kinderreihe "...mit Pauken und Trompeten", mit der literarische Texte mit klassischer Musik aufbereitet und untermalt werden, so wie auch der Kinderklassiker "Der Krieg der Knöpfe".
In Frankreich stehen sich zwei Dörfer gegenüber: …
… Marie, eine Kämpferin für Longeverne, erzählt mit klarer Stimme und möglichst objektiv die Abenteuer ihrer Freunde, ihrer Generation in dem kleinen französischen Ort. An manchen Stellen muss sie etwas energischer auftreten, da die Jungs gerne ihre Kommentare zu den Geschehnissen abgeben möchten, was sie sich allerdings nicht bieten lässt und die Zwischensprecher zurechtweist. Sie geht kritisch mit der Thematik um und bringt schonungslos die Wahrheit ans Licht, ohne jedoch zu petzen. Das Schöne an Maria ist, dass sie als Erzählerin in die Geschichte integriert ist. Unterstützt werden einzelne Passagen durch klassische Musikeinspielungen. Sie zeichnen die Stimmung der Situation nach, ohne sich in den Vordergrund zu drängen. Auf diese Weise wird das Kind langsam und behutsam an Orchesterstücke herangeführt und sein Horizont erweitert. Zudem findet ein Wechselspiel zwischen Marie und dem Orchester statt, so spricht sie die Musiker direkt an, damit sie entsprechende Melodien spielen. Nicht umsonst hat dieses Hörspiel den Deutschen Hörbuchpreis 2009 in der Kategorie "Bestes Kinderhörbuch" erhalten.
Beinahe 100 Jahre nach der Entstehung des Romans von Louis Pergaud ist die Situation heute genauso aktuell wie damals. Es zeigt sich, dass Auseinandersetzungen zwischen Kindern einen kathartischen Effekt erzielen, denn nur auf diese Weise lernt jeder sein Innerstes kennen und kann es somit ins Positive ändern - wie im Fall des Kriegs der Knöpfe.
Literaturmarkt

(...) Vergnüglich und hörenswert!
Neue Musikzeitung

Jenseits des didaktischen Anspruches, Kinder an klassische Orchestermusik heranzuführen, besticht das Hörbuch durch Poesie und eine sinnliche Klangwelt. Das hervorragende Sprecherensemble und die Musik entführen in eine musikalische Phantasiewelt.
Aus der Jury-Begründung des Deutschen Hörbuchpreises

…Unter der Leitung von Judith Lorenz (Bearbeitung und Regie) und dem Kölner Komponisten Henrik Albrecht ist in Zusammenarbeit mit einem kompletten Orchester ein weiteres Hörspiel aus der Reihe „… mit Pauken und Trompeten“ entstanden. Deren Ziel ist es, Kindern die Musik und die Instrumente der „Klassik“ näher zu bringen, Vorurteile abzubauen und ein breites Musikverständnis zu fördern. Diese Produktion stand auf der Auswahlliste zum Kinderhörspiel des Jahres und verbindet viele Ansprüche an ein passendes Weihnachtsgeschenk: Es macht Vergnügen, es hat Anspruch, die Familie kann es gemeinsam hören – und es macht Lust auf mehr!
Klecks

Ein Klassiker unten den Kinderbüchern in neuer Form! Die hochdramatische Erzählung fantastisch vertont.

Die fesselnde Lausbubengeschichte, in der sich die Jungs aus zwei Nachbardörfern bekriegen und versuchen, den Unterlegenen die Knöpfe abzuscheiden, so dass die Hosen rutschen, wurde auch erfolgreich verfilmt. Nun verbindet der Komponist Henrik Albrecht Orchester-Musik mit dieser klassischen Erzählung. Die Sprecher, hervorzuheben die überzeugend kindliche Laura Marie, treten in direkte Kommunikation mit dem Orchester. Gekonnt interagieren sie mit den Instrumenten, was überraschend gut gelingt und viel Spaß macht. Die dramatische Geschichte ist fantastisch vertont und bildet ein perfektes Gesamtkunstwerk. So macht klassische Musik Freude und ist bestens geeignet, junge Hörer in diese Welt einzuführen. Das beiliegende Booklet erklärt zwei wichtige Orchesterinstrumente und ist ebenfalls gut gelungen…
Buchprofile

"... In Summe die bisher schönste Inszenierung eines wunderschönen Kinderbuchklassikers - gleichermaßen für Jung und Alt zu empfehlen."
audiobooks.at

„ Der Krieg der Knöpfe" gehört zur Standardausstattung jedes Kinderzimmers. Nun wurde die witzig-spannende Lausbubengeschichte über rivalisierende Kindergangs mit dem SWR Rundfunkorchester Kaiserslautern und bekannten Sprechern so schwungvoll umgesetzt, dass kaum ein Knopf an der Hose bleibt. Laut und lustig und sowohl für Kleine wie für Große ein Vergnügen.“
Begründung der Jury - hr2 Bestenliste

„… Die spannende Dramaturgie ist durch eine hervorragende Sprechhaltung besonders nachzuvollziehen. Alle Gefühlswelten, die in den einzelnen Szenen auftauchen, sind in den Stimmen gut zu erkennen: Forsch, wütend, ironisch, ängstlich, freudig, kämpferisch, aufgeregt, resignierend, traurig, verletzt…

Das Orchesterhörspiel wurde bei den Hörspieltagen der ARD im November 2007 auch live aufgeführt und wird, so ist zu vermuten, in den nächsten Jahren auch einige Preise bekommen.“
„Institut für angewandte Kindermedienforschung (IfaK)“ und die „Stiftung Zuhören“ Empfehlung als CD des Monats Dezember 2007

Seit Generationen gibt es Streit zwischen den Jungen zweier französischer Dörfer. Sie locken einander in Fallen, frotzeln, foppen und prügeln sich, bis die Fetzen fliegen. Den Verlierern dieser kleinen Kämpfe werden die Knöpfe abgeschnitten. Peinlich, peinlich. Denn wer steht schon gern mit heruntergelassener Hose da? "Der Krieg der Knöpfe" ist eine alte Abenteuergeschichte von Louis Pergaud, die der Komponist Henrik Albrecht in diesem Hörbuch neu erzählt - und zwar mit Orchestermusik. Er lässt während der Kämpfe im Wald Trommeln donnern, und Hörner prusten hämisch, als den Jungs plötzlich die Hosen herunterrutschen.
GEOlino extra